Jensen Kompakt
Jagdgesetz bleibt Thema
Wie sich die Änderungen beim Jagdrecht ganz konkret auswirken können, habe ich am Beispiel der verwilderten Katzen bereits beschrieben. Meine Kritik an der Novelle geht aber darüber hinaus. Beim Naturerdbau wurden konkrete Vorschläge aus der Praxis nicht aufgegriffen, eine Petition mit 8.400 Unterschriften blieb unberücksichtigt. Auch beim Wolf nutzt die Landesregierung die inzwischen eröffneten Möglichkeiten des Bundesrechts aus meiner Sicht nicht ausreichend. Das Jagdrecht wurde erst 2022 umfassend überarbeitet. Umso wichtiger wären jetzt verlässliche und praxistaugliche Regeln für Jäger, Landnutzer und den ländlichen Raum gewesen. Für mich waren das weitere Gründe, der Novelle nicht zuzustimmen.
Ein neuer Meilenstein für Hohenkirchen
Nach Jahren der Planung ist beim neuen Vollsortimenter in Hohenkirchen mit dem Richtfest ein wichtiger Meilenstein erreicht. Betreiber Dirk Scheidemann investiert hier in einen rund 1.800 Quadratmeter großen Markt mit einem breiten Sortiment und Frischeangeboten, darunter auch eine Frischfleischabteilung. Die Eröffnung ist für Dezember geplant. Ich freue mich, dass das Projekt inzwischen so weit vorangekommen ist. Für Hohenkirchen bedeutet der neue Markt eine Erweiterung des bestehenden Angebots und eine weitere Investition in den Ort. Nach der langen Planungsphase war es schön, beim Richtfest dabei zu sein und zu sehen, wie weit der Bau inzwischen ist.
Trinkwasserversorgung braucht Tempo
Beim OOWV ging es um eine Infrastruktur, die im Alltag kaum auffällt, aber zuverlässig funktionieren muss. Ein großes Projekt für unsere Region ist die neue Trinkwassertransportleitung von Sandelermöns nach Diekmannshausen. Sie soll das Verbundnetz stärken und die Wasserversorgung langfristig absichern. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, etwa durch längere Trockenperioden, einen höheren Wasserbedarf und neue wirtschaftliche Entwicklungen. Gerade deshalb sehe ich Handlungsbedarf bei den Rahmenbedingungen. Für viele Infrastrukturvorhaben wurden die Planungs- und Genehmigungsverfahren bereits beschleunigt, für die Wasserver- und Abwasserentsorgung bislang nicht. Wasser gehört zur kritischen Infrastruktur. Wer Versorgungssicherheit will, muss deshalb auch Leitungsbau und Genehmigungen entsprechend priorisieren. Da muss noch nachgeschärft werden.
Zehn Millionen Euro für die Schleuse Hooksiel
Rund zehn Millionen Euro werden in den kommenden Jahren in die Modernisierung der Schleuse Hooksiel investiert. Gemeinsam mit der CDU Wangerland und unseren Bürgermeisterkandidaten Thies Fischer habe ich mich bei NPorts über den Stand der Arbeiten informiert. Nach der Überholung der Schleusentore wird nun auch technisch umfassend modernisiert: Die hydraulische Anlage aus den 1970er Jahren wird durch eine elektrische Hubtechnik ersetzt, Steuerungs- und Elektrotechnik werden erneuert und auch das Betriebsgebäude wird teilweise neu gebaut. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen. Die Schleuse ist für Hooksiel weit mehr als ein technisches Bauwerk. Sie sichert den Zugang zum Hooksmeer und ist damit für Wassersport und Tourismus im Wangerland wichtig. Deshalb ist es richtig, die Anlage jetzt grundlegend für die kommenden Jahrzehnte aufzustellen.
Volles Haus bei der Dorfentwicklung
Wie kommen unsere Dörfer an Fördermittel und an wen wendet man sich mit einer konkreten Projektidee? Genau darum ging es bei meiner Informationsveranstaltung zur Dorfentwicklung in Sandelermöns. Das Interesse war enorm, das Dörphuus voll und es gab viele konkrete Fragen aus den Orten. Gemeinsam mit Vertretern des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems konnten wir zeigen, welche Fördermöglichkeiten bestehen und wie der Weg von der ersten Idee bis zum Antrag aussieht. Für mich hat der Nachmittag vor allem eines gezeigt: An Ideen und Engagement für unsere Dörfer mangelt es nicht. Entscheidend ist, dass die Menschen wissen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen und an wen sie sich wenden können. Genau dafür war dieser Nachmittag gedacht: Informationen aus erster Hand, konkrete Ansprechpartner und die Gelegenheit, eigene Ideen direkt zu besprechen.

Jugendrotkreuz auf Wachstumskurs
Beim Jugendrotkreuz im DRK-Kreisverband Jeverland engagieren sich immer mehr junge Menschen. Inzwischen gibt es zwei Gruppen unter Leitung von Anton Fischer, eine dritte hat Sophia Radke in Sande aufgebaut. Damit gehört das Jugendrotkreuz Jeverland bei der Mitgliederzahl bereits zu den drei stärksten der zehn Kreisverbände im Landesverband Oldenburg. Bei meinem Besuch in Schortens habe ich erlebt, wie viel Eigeninitiative und Verantwortung hier schon in jungen Jahren übernommen wird.
Unterwegs in Europas größtem Binnenhafen
Mit dem Arbeitskreis Häfen und Schifffahrt ging es diesmal weg von der Küste und nach Duisburg. Beim DST haben wir uns mit automatisiertem und ferngesteuertem Fahren und neuen Schiffsentwicklungen beschäftigt. Besonders spannend fand ich den hochmodernen Schiffssimulator, in dem unterschiedlichste Situationen auf dem Wasser ziemlich realitätsnah nachgestellt werden können. Natürlich gehörte auch der Duisburger Hafen selbst zum Programm. Dort wird sehr deutlich, welche Bedeutung die Binnenschifffahrt für Industrie und Logistik hat und wie sich ein Hafenstandort verändern kann. Ein Teil der heutigen Hafenflächen entstand durch die Umnutzung ehemaliger Stahlindustrieflächen. Zum Schluss ging es auf das Schulschiff „Rhein“. Dort haben wir über den Sanierungsbedarf bei Wasserstraßen und Infrastruktur und die aktuellen Herausforderungen der Branche gesprochen. Und es gab eine richtig gute Nachricht: Die Zahl der Auszubildenden steigt, alle Ausbildungsplätze auf dem Schulschiff sind besetzt. Gerade mit Blick auf den Fachkräftebedarf ist das ein starkes Signal.
Land.Zukunft.Niedersachsen in Varel
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Land.Zukunft.Niedersachsen“ war meine Fraktion bei uns in Varel zu Gast. Gemeinsam mit unserem Fraktionsvorsitzenden Sebastian Lechner und unserem agrarpolitischen Sprecher Marco Mohrmann habe ich mit den Gästen darüber gesprochen, was sie im ländlichen Raum beschäftigt. Und die Themen waren ziemlich unterschiedlich: die ärztliche Versorgung auf dem Land, der Umgang mit dem Wolf, Extremismus und die Frage, wie wir unsere Demokratie vor Ort stärken. Ich durfte den Abend moderieren und fand gerade diese Bandbreite wichtig. Denn wenn wir über die Zukunft des ländlichen Raums sprechen, geht es eben nicht um ein einzelnes politisches Thema. Es geht darum, was Menschen brauchen, damit sie gerne hier leben und unsere Dörfer auch in Zukunft funktionieren. Dass unsere landesweite Reihe ausgerechnet bei uns in Friesland ihren Abschluss gefunden hat, hat mich natürlich besonders gefreut.
Wenn Pflege plötzlich Thema wird
Wer hilft mir, wenn meine Eltern nicht mehr allein zurechtkommen? Was muss zu Hause umgebaut werden? Und welche Unterstützung gibt es überhaupt? Beim Senioren- und Pflegestützpunkt Friesland in Jever habe ich gesehen, wie viele ganz praktische Fragen dort täglich auf dem Tisch landen. Das Angebot reicht von der Pflege- und Seniorenberatung bis zur Wohnberatung. Dabei geht es zum Beispiel darum, wie eine Wohnung angepasst werden kann, damit ältere Menschen möglichst lange zu Hause leben können, oder welche Hilfen Angehörige in Anspruch nehmen können. Vieles davon braucht man erst, wenn sich die eigene Situation plötzlich verändert. Dann ist es gut zu wissen, dass es im Landkreis eine Anlaufstelle gibt, bei der man nicht erst selbst durch sämtliche Zuständigkeiten finden muss.
Windenergie made in Ostfriesland
Beim ENERCON Update im Energie-, Bildungs- und Erlebnis-Zentrum in Aurich ging es nicht nur um Windräder, sondern um die Frage, wie viel industrielle Wertschöpfung wir künftig noch bei uns im Nordwesten haben. ENERCON entwickelt und produziert hier seit Jahrzehnten Windenergieanlagen. Entsprechend konkret waren die Gespräche über Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Energiewende. Mit dabei waren auch meine Kollegin Saskia Buschmann und Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. Neben den politischen Gesprächen gab es Einblicke in die Produktion. Für mich gehört beides zusammen: Wer mehr erneuerbare Energie will, muss auch dafür sorgen, dass Unternehmen und Arbeitsplätze entlang dieser Wertschöpfungskette bei uns eine Zukunft haben.

Strom vom Moor
Schafe unter Solarmodulen sieht man auch nicht jeden Tag. In Varel habe ich mir eine neue Photovoltaik-Anlage angesehen, die Energieerzeugung auf Moorflächen mit landwirtschaftlicher Nutzung verbindet. Rund 40 MWp Leistung soll die Anlage bringen. Gleichzeitig können die Flächen unter den Modulen weiter beweidet, gepflegt und gemäht werden. Wissenschaftlich begleitet wird außerdem, wie sich die Nutzung auf den Moorschutz auswirkt. Genau solche Ansätze finde ich interessant: Wir brauchen mehr erneuerbare Energie, dürfen dabei aber Landwirtschaft und Flächennutzung nicht aus dem Blick verlieren. In Varel wird jetzt ganz praktisch erprobt, wie diese Dinge zusammengehen können.
Endlich wieder raus
Beim Weideaustrieb auf dem Hof Tannen in Westbense gehörte die Aufmerksamkeit eindeutig den rund 200 Milchkühen. Nach den Wintermonaten öffneten sich die Stalltüren und dann gab es kein Halten mehr. Die Kühe auf dem Weg nach draußen waren ganz klar der Höhepunkt des Tages. Rundherum war ordentlich was los: viele Familien, gute Gespräche, Landwirtschaft zum Anfassen und einiges für die Kleinen zu entdecken. Gemeinsam mit meiner Kollegin Saskia Buschmann war ich dabei und habe einen richtig schönen Nachmittag auf dem Hof Tannen verbracht.
NetZero Nordwest: Chance für unsere Region
Gemeinsam mit Anne Janssen MdB war ich bei der Anerkennung von „NetZero Nordwest Deutschland“. Damit wird die Region vom Emsland bis zur Elbmündung als Net-Zero Valley gestärkt. Für unseren Nordwesten ist das eine echte Chance: Hier treffen Häfen, Energie, Industrie, Mittelstand und Forschung aufeinander. Wir dürfen nicht nachlassen, denn wichtig ist jetzt, aus der Anerkennung konkrete Projekte zu machen und klimaneutrale Industrie mit wirtschaftlicher Stärke, guten Arbeitsplätzen und der notwendigen Infrastruktur zu verbinden.