Jensen Kompakt

17. April 2026

Starker Einsatz bei Schnee und Eis

Das Jahr startete für unsere Region direkt mit einer echten Herausforderung. Schneesturmtief „Elli“ hat auch bei uns für schwierige Bedingungen gesorgt, Straßen waren teils unpassierbar, Einsätze mussten unter hohem Druck koordiniert werden. Umso beeindruckender ist, wie zuverlässig alles funktioniert hat. Feuerwehr, Katastrophenschutz und viele Ehrenamtliche waren im Dauereinsatz und haben dafür gesorgt, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Mein besonderer Dank gilt allen, die in diesen Tagen angepackt haben, oftmals neben Beruf und Familie. Gerade in solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig funktionierende Strukturen und der Zusammenhalt vor Ort sind.

Wechsel beim THW in Wilhelmshaven

Beim THW-Ortsverband Wilhelmshaven hat es einen Wechsel an der Spitze gegeben. Mit Mark Perron übernimmt ein neuer Ortsbeauftragter Verantwortung, unterstützt von seiner Stellvertreterin Eva Hirch. Der Anlass war ein trauriger. Der langjährige Ortsbeauftragte Bernd Leithold ist im vergangenen Jahr verstorben. Viele im Ortsverband haben über Jahre eng mit ihm zusammengearbeitet. Entsprechend wurde an diesem Abend auch an sein Engagement und sein Wirken für das THW erinnert. Mit dem Wechsel beginnt für den Ortsverband ein neues Kapitel. Gleichzeitig bleibt deutlich, wie sehr das THW von Menschen lebt, die Verantwortung übernehmen und anpacken, wenn Hilfe gebraucht wird. Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer im Ortsverband Wilhelmshaven für ihren Einsatz.

Foto: xxx

Energiewende im Gespräch vor Ort

Volle Kajüte in Jever beim Thekentalk zu Windenergie und Biogas. Gemeinsam mit Dirk Ihmels und Lars Kaper habe ich mich den Fragen aus dem Publikum gestellt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie es mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien in unserer Region weitergeht. Dabei wurde deutlich: Windenergie bleibt ein zentraler Baustein, gleichzeitig stehen viele Biogasanlagen vor großen Herausforderungen, etwa durch auslaufende EEG-Vergütungen. Der Abend hat gezeigt, wie groß das Interesse an diesen Themen ist und wie wichtig der direkte Austausch bleibt.

Starker Nachwuchs im Handwerk

Bei der Freisprechung der Kreishandwerkerschaft Jade in Jever haben 93 junge Menschen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und starten jetzt ins Berufsleben. Ich bin ehrlich gesagt richtig stolz auf diesen Jahrgang. Ausgebildet wurde in elf verschiedenen Berufen, vom Maurer über Elektroniker bis zur Friseurin. Das zeigt, wie breit das Handwerk bei uns aufgestellt ist und wie viel davon unseren Alltag überhaupt erst möglich macht. Besonders gefreut hat mich, dass auch immer mehr junge Frauen ihren Weg im Handwerk gehen. Das ist noch nicht selbstverständlich, aber es bewegt sich etwas. Herzlichen Glückwunsch an alle neuen Gesellinnen und Gesellen und alles Gute für euren weiteren Weg.

Einsatz mit Spürnase

Bei der Jahreshauptversammlung der Rettungshundestaffel Ems-Jade in Schortens war beeindruckend, wie viel Engagement und Training hinter dieser Arbeit steckt. Ich durfte selbst einmal an einer Übung teilnehmen und die vermisste Person spielen. Es hat nicht lange gedauert, bis mich der Hund im Unterholz gefunden hatte. Das zeigt, wie präzise und zuverlässig diese Teams arbeiten. Die Hunde sind nicht nur für die Suche an Land ausgebildet, sondern teilweise auch für Einsätze im Wasser. Gleichzeitig stehen die Staffeln vor neuen Herausforderungen, etwa durch die veränderte Situation in der Natur. Die Rettungshundestaffel ist ein wichtiger Teil unserer Blaulichtfamilie. Auch euch vielen Dank für euren Einsatz.

Pflege neu gedacht in Hohenkirchen

Ich bin mit bestimmten Erwartungen zum Pflegebutler nach Hohenkirchen gefahren und habe vor Ort einen ganz anderen Eindruck gewonnen. Das Konzept unterscheidet sich deutlich vom klassischen Pflegeheim. Es handelt sich um ambulantes Wohnen mit festen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie zusätzlichen Tagesgästen. Viele Zimmer sind mit kleinen Pantryküchen ausgestattet, Leistungen können je nach Bedarf hinzugebucht werden. Unterstützung wird dort organisiert, wo sie notwendig ist, alles andere bleibt in eigener Hand. Auffällig ist die Lage mitten im Ort. Der Fischelteich, der Bäcker nebenan, der Wochenmarkt und die Wege durchs Dorf gehören zum Alltag dazu. Die Bewohner sind nicht abgeschottet, sondern Teil des öffentlichen Lebens. Im Gespräch wurde aber auch deutlich, wo die Herausforderungen liegen. Gute Pflege braucht ausreichend Personal und eine angemessene Bezahlung. Gleichzeitig sind die Kosten in kurzer Zeit deutlich gestiegen, was viele Familien vor große finanzielle Belastungen stellt. Der Besuch hat gezeigt, dass es funktionierende Ansätze gibt, die Pflege anders organisieren. Entscheidend wird sein, diese Modelle weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sie langfristig tragfähig bleiben.

Häfen im Fokus

Die Entwicklung unserer Häfen hat in den vergangenen Wochen spürbar an Tempo aufgenommen, vor Ort in Wilhelmshaven aber natürlich auch im Austausch mit der Bundesebene. Beim Besuch am JadeWeserPort und der Neuen Jade Werft standen konkrete Projekte im Mittelpunkt. Containerterminal, LNG-Terminal und weitere Vorhaben zeigen, wie sich der Standort verändert. Es geht längst nicht mehr nur um klassischen Umschlag, sondern zunehmend auch um Energieinfrastruktur und industrielle Wertschöpfung entlang der Küste. Auch bei der hafenpolitischen Sprechertagung ging es genau um diese Fragen. Vor Ort wird sehr klar, wo Investitionen wirken, wo Abläufe noch zu lange dauern und wo es Abstimmungsprobleme gibt. Gerade bei großen Infrastrukturprojekten entscheidet sich vieles nicht auf dem Papier, sondern in der praktischen Umsetzung. Angekommen in Berlin wurde der Blick dann weiter gefasst. Im Austausch mit Bundestagsabgeordneten und Fachleuten ging es um die Verzahnung von Bundes- und Landespolitik, um Planungsprozesse und um die Finanzierung. Themen wie Genehmigungsdauer, Netzanbindung und verlässliche Rahmenbedingungen spielen dabei eine zentrale Rolle.