„Niedersachsen ist mehr als Hannover!“
Wilhelmshaven/Friesland
Die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen schlägt Alarm: Mit dem neuen Bahn-fahrplan ab dem 14. Dezember drohen Friesland, Wilhelmshaven und die ostfriesi-schen Inseln weiter den Anschluss an den Fernverkehr zu verlieren.
„Während Oldenburg zusätzliche ICE-Verbindungen bekommt, schaut unsere Region in die Röhre. Das ist ein Schlag ins Gesicht für Küstenorte, Häfen und den Tourismus an der Nordsee“, so Jensen. Besonders kritisch sei die Streichung des samstäglichen ICE Stuttgart–Norddeich-Mole sowie die Ausdünnung des IC-Takts nach Norddeich. Damit trifft man nicht nur Pendlerinnen und Pendler, sondern auch die Gäste, die für den Tourismus in unserer Region überlebenswichtig sind. Familien mit Gepäck brauchen di-rekte, zuverlässige Verbindungen und keine endlosen Umwege und Umstiege.
Jensen verweist auf die strukturellen Probleme im Schienenknoten Sande: „Es hilft un-serer Region überhaupt nichts, wenn Oldenburg mehr ICE-Verbindungen bekommt, wir aber gar nicht erst dorthin kommen. Auch ohne den Mittelbahnsteig in Sande blei-ben die Anschlüsse unsicher, und so wird der Ausbau andernorts für uns zum Nachteil. Während die Großstädte profitieren, bleiben Friesland, Wilhelmshaven und die Inseln außen vor.“
Die CDU-Politikerin zeigt sich empört über die Haltung von Bund und Land. Die Ampel hat das 9-Euro-Ticket durchgeboxt und pocht nun auf das Deutschlandticket. Gleichzei-tig schaut die Landesregierung tatenlos zu, wie unsere Region ausblutet. „Niedersach-sen ist mehr als Hannover. Wer die Verkehrswende ernst meint, muss die Fläche an-binden. Gerade die Küstenregionen mit ihren Häfen, Energieprojekten und dem Tou-rismus. Es reicht nicht, schöne Pläne in Berlin oder Hannover zu beschließen und den Nordwesten links liegen zu lassen.“
„Wir haben einen Ministerpräsidenten, der aus unserer Region stammt. Umso unver-ständlicher ist es, dass dieser Stillstand beim Mittelbahnsteig in Sande und die Abkopp-lung unserer Region vom Fernverkehr keine Priorität haben. Die Landesregierung muss endlich Druck machen, sonst droht der Nordwesten auf der Strecke zu bleiben“, for-dert Jensen.