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Bezahlbarer Wohnraum aus kommunaler Hand

Katja Lorenz, Christel Bartelmei, Katharina Jensen und Bürgermeister Thorsten Krettek vor dem ersten neuen Wohnblock der Ulmenstraße

Bezahlbarer Wohnraum wird auch im ländlichen Raum zunehmend ein Problem.
Der niedersächsische Bauminister Olaf Lies hatte die Förderung bezahlbaren Wohnraums auf seiner Agenda, Stattdessen sank der niedersächsische Wohnungsbestand mit Sozialbindung.von 82.496 in 2018 auf rund 55.000 in 2021.

Es herrscht akuter Handlungsbedarf.
Umso besser, wenn sich Kommunen auf den Weg machen, Wohnungen zu bezahlbaren Mieten zu schaffen.
Katharina Jensen informierte sich in Bockhorn zum Wohnprojekt Ulmenstraße. 66 Wohnungen sollen in 3 Bauabschnitten entstehen für Alleinstehende ebenso wie für junge Familien. Der erste Bauabschnitt mit 15 Single-Wohnungen steht kurz vor der Vollendung.
Zunächst werden 15 Mieter aus den alten Mietwohnungen aus den Sechzigern in das neue Gebäude umziehen, deren Wohnungen dem nächsten Bauabschnitt zum Opfer fallen. Gegenüber den bisherigen Nachtspeicheröfen verfügen die neuen Wohnungen über Fußbodenheizung und integrierte Lüftungsanlagen. Geheizt wird energieeffizient mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und somit fallen signifikant geringere Nebenkosten an.
Der 2. Bauabschnitt wurde allerdings erst einmal gestoppt.
Bürgermeister Thorsten Krettek, Katja Lorenz als Geschäftsführerin der Immobilienverwaltung Bockhorn GmbH & Co. KG und der zuständige Mitarbeiter Hanno Jelken hoffen, dass es im nächsten Jahr weitergeht. Materialprobleme haben zu Verzögerungen bei der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes geführt, die unklare Entwicklung der Bauwirtschaft, der Zinsen und fehlende Fördermöglichkeiten führen dazu, dass der Gemeinderat entschieden hat, erst einmal abzuwarten, bis sich die allgemeine Lage wieder beruhigt, um sicher planen zu können.
„Für viele Gewerke gibt es aktuell nur Tagespreise und feste Lieferzusagen können nicht gemacht werden“, bestätigte auch Tobias Matschke vom ausführenden Architekturbüro Kapels.
Für den ersten Bauabschnitt konnte die Gemeinde noch Fördergelder generieren. „Auch die KfW Effizienzhaus 40-Richtlinie könnten wir ohne große Probleme erfüllen“, bestätigt Katja Lorenz.
Allerdings gibt es aktuell keine Gelder, die Neuauflage der Förderung für energieeffizientes Bauen wurde durch das grün geführte Bundesministerium für Wirtschaft im April nach wenigen Stunden schon wieder gestoppt, da die Mittel schnell ausgeschöpft waren.
Katharina Jensen sieht hier akuten Handlungsbedarf: „Steigende Zinsen, steigende Baupreise, hohe Anforderungen an die Energieeffizienz: Hier ist es auch für Kommunen schwer, die keinerlei Gewinnerzielungsabsicht haben, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Ohne Förderung und langfristige Zinsgarantien kann das nicht gelingen. Hier müssen wir in Niedersachsen und im Bund mehr tun!“